Zusammenfassung - Juni 2002
Pflanzensterole wurden in den vergangenen 50 Jahren in den unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen unter verschiedenen Bedingungen untersucht. Dabei hat sich zuverlässig gezeigt, dass diese Stoffe den Blutcholesterinspiegel beim Menschen senken können. Der wissenschaftliche Beleg für die gesundheitlichen Vorteile von Pflanzensterolen ist damit erbracht und Gesundheitsbehörden wie das National Cholesterol Education Program (NCEP) in den USA fangen jetzt damit an, Pflanzenstenole in ihre Ernährungsempfehlungen aufzunehmen (NCEP, 2001).
| Nachstehend finden Sie die Zusammenfassung einer von Fachleuten geprüften Studie von Cargill Health & Food Technologies. Zu den Prüfern gehörten international führende Experten in der Kardiovaskulärmedizin. |
David Jenkins University of Toronto
Toronto, Kanada |
David Kritchevsky
Wistar Institute
Philadelphia, Pennsylvania |
H. Andrew Neil
Institute of Health Sciences
Oxford, Großbritannien |
Paul J. Nestel
Baker Medical Research Institute
Melbourne, Australien |
Gerald Salen
New Jersey Medical School
East Orange, New Jersey |
Michihiro Sugano
Prefectural University of Kumamoto
Kumamoto, Japan |
Die Notwendigkeit zur Senkung des Cholesterinspiegels liegt auf der Hand: Rund 101 Millionen amerikanische Erwachsene, also fast die Hälfte aller Erwachsenen in den USA, haben mindestens einen leicht erhöhten Gesamtcholesterinspiegel (AHA, 2002a).
In Gesundheitskampagnen wird weiterhin die Senkung des Cholesterinspiegels als Mittel zur Senkung des Herzkrankheitsrisikos unterstrichen, was sich unter anderem auch in den neuen Richtlinien des National Cholesterol Education Program der USA (NCEP, 2001) und in den erweiterten Zielen von Healthy People 2010 widerspiegelt. Letzteres Programm wurde in Zusammenarbeit von den U.S. National Institutes of Health und den U.S. Centers for Disease Control (NCHS, 2001) entwickelt. Das Hauptziel dieser Programme ist eine Ernährungsumstellung, mehr körperliche Aktivität und die Kontrolle des Körpergewichts. In den meisten Fällen wird zur Medikamententherapie nur dann gegriffen, wenn eine Ernährungsumstellung alleine zur Erreichung des angestrebten Ziels nicht ausreicht (NCEP, 2001; 1993).
Klinische Ergebnisse zeigen, dass der Verzehr sowohl von Pflanzensterolen als auch Pflanzenstanolen die Aufnahme von Cholesterin im Darm hemmt und zu einer Senkung des Gesamt- und LDL-Cholesterinspiegels führt. Eine Senkung des Cholesterinspiegels ergab sich bei Erwachsenen und Kindern mit normalem Cholesterinspiegel, Personen mit erhöhtem Cholesterinspiegel, Diabetikern und Patienten, die cholesterinsenkende Medikamente einnahmen, sowie bei Patienten mit familiärer Vorgeschichte für erhöhtes Cholesterin und Personen mit früheren Herzkranzgefäßerkrankungen. Diese Wirksubstanzen wurden jetzt auch in zahlreiche Nahrungsmittel aufgenommen, darunter Margarine und Brotaufstriche, Mayonnaise, Pastillen und Lutschtabletten, fettarmer Jogurt, Cerealien und Brot. Die Wirksamkeit wird zwar von zahlreichen Variablen bestimmt, die meisten klinischen Studien haben jedoch eine Senkung des LDL-Cholesterinspiegels um 8 bis 15% nachgewiesen. Nebenwirkungen aus dem Verzehr von Pflanzensterolen ergaben sich keine. Die einzige Sorge ist eine Reduzierung des Karotinspiegels im Blut, die sich bei einigen Studien gezeigt hat. Eine mögliche Auswirkung auf den Vitamin-A-Status ist jedoch zurzeit theoretischer Natur und wird derzeit in Langzeitstudien beobachtet. Des Weiteren lässt sich der Senkung des Karotinspiegels durch einen erhöhten Verzehr von karotinreichen Nahrungsmitteln leicht entgegenwirken.
In einer kürzlich veröffentlichten Zusammenfassung des NCEP-Berichts "Third Report on the Detection, Evaluation, and Treatment of High Blood Cholesterol in Adults" empfiehlt das NCEP die Einbeziehung von Pflanzenstanolen und -sterolen in die Ernährung zur Unterstützung einer cholesterinsenkenden Therapie (NCEP, 2001). Die FDA veröffentlichte ebenfalls im September 2000 einen vorläufigen Beschluss über medizinische Aussagen, in dem die Wirkung von Pflanzensterol- und -stanolestern zur Senkung des Blutcholesterinspiegels und des Herzkrankheitsrisikos bestätigt wird (FDA, 2000).
Pflanzensterole sind zurzeit hauptsächlich in Brotaufstrichen erhältlich, werden jedoch in einer Anzahl weiterer praktischer Darreichungsformen entwickelt. Eine größere Auswahl an Produkten wird Verbrauchern entgegenkommen, die auf ihren Cholesterinspiegel achten. Konsumenten sind zwar im Allgemeinen mit der Notwendigkeit der Cholesterinkontrolle vertraut, nicht dagegen mit der Wirksamkeit von Nahrungsmitteln, die Pflanzensterole enthalten. Die Kommerzialisierung und Vermarktung neuer Lebensmittel mit Inhaltstoffen wie Cargill CoroWise™-Pflanzensterolen und -sterolderivaten ist unter Umständen für funktionale Lebensmittelhersteller eine gute Gelegenheit, den Verbrauchern bei der Senkung ihres Herzerkrankungsrisikos zu helfen. Die Aufnahme von Pflanzensterolen mit der Nahrung ist eine wirksame Methode zur Senkung des Gesamt- und LDL-Cholesterinspiegels, der die Gefahr einer Herkranzgefäßerkrankung maßgeblich erhöht.